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Wissenswertes über Rahnsdorf

Rahnsdorfer Echo

Rahnsdorfer Schirm

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Bürger für Rahnsdorf e.V.

Zweck und Aufgaben unseres Vereins Bürger für Rahnsdorf e.V.
sind in § 2 der Satzung festgeschrieben.

Wir wollen aber noch Folgendes hinzufügen:

Der Bürger hat heute oft den Eindruck, dass über seinen Kopf entschieden wird.
Wir wollen örtliche Probleme, große und kleine, aufgreifen und mithelfen, dass sie gelöst werden - im Sinne der Bürger.

Wir wollen anpacken, wo es notwendig ist, aber wir verstehen uns auch als Stimme der Bürger, wenn der Einzelne nichts ausrichten kann.

Dazu brauchen wir viele und aktive Mitstreiter.
Also machen Sie mit !

Das halbe Vergnügen
Das Strandbad am Müggelsee in Berlin - zu lesen im "MONUMENTE Online" (Magazin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz)

 

BfR – Das sind wir!

Mehr als zehn Jahre ist es jetzt her, dass wir – genau im Jahr 2006 – unseren Verein „Bürger für Rahnsdorf e.V.“ gegründet haben. Im Alltagsgeschäft geht oftmals die Übersicht darüber verloren, was wir in diesen 13 Jahren alles für unser Rahnsdorf erreicht haben. Und das ist sehr viel!

Los ging es eigentlich schon 2003 mit einem Dauerbrenner, der uns die ganze Zeit beschäftigt hat und es auch heute noch tut: das Strandbad Müggelsee. Anfänglich ging es um die Einhaltung der Öffnungszeiten, die die Bäderbetriebe als damaliger Betreiber sehr „locker“ sahen. Nach der Schließung im Jahr 2005 kämpften wir mit Unterstützung einiger Politiker um die Wiedereröffnung, die Mitte 2006 der erste große Erfolg unseres BfR war. Und das beste: Der Zugang ist seitdem für jedermann unentgeltlich, von 9 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit. Mehr als 100.000 Besucher jährlich danken es und zeigen sich großzügig, seitdem im Jahr 2015 eine Spendenbox am Eingang aufgestellt wurde. Auch die drei modernen Kinderspielgeräte, die seit 2011 schrittweise auf dem Gelände des Strandbades aufgestellt wurden, werden gut angenommen. Bereits im Jahr 2008 erkannten wir, dass das Denkmal „Strandbad Müggelsee“ nur mit Fördermitteln der Bundesregierung wieder auf Vordermann gebracht werden kann und stellten gemeinsam mit dem Landesdenkmalamt entsprechende Anträge. Im Ergebnis dieses Prozesses erhielt das Strandbad den Status eines Kulturdenkmals von nationaler Bedeutung. Ein toller Erfolg, der schließlich dazu führte, dass der Bund vier Millionen Euro für die Sanierung bereitstellt. Es ist unmöglich, an dieser Stelle all die Arbeit aufzuführen, die der BfR für das Strandbad geleistet hat. Highlights waren auf jeden Fall unser Konzept für eine wirtschaftlich vertretbare Nutzung des Areals und die Gewinnung eines Investors – Poolbau Sven Kühne –, im Jahr 2011, der sich leider vergeblich bemühte. Und auch die Beseitigung der 250 Meter langen, gefährlichen Betonkante am Ufer des Strandbades im Jahr 2017 geht maßgeblich auf das Konto des BfR – nach jahrelangen Bemühungen, die einen wirklich langen Atem erforderten. Jetzt ist das Ufer wieder ein Ufer, an dem sich niemand verletzen kann.

strandbad Betonkante

2004 startete der Weihnachtliche Markt
Einen langen Atem sowie ein gehöriges Maß an Geduld und Durchsetzungsvermögen erforderten auch fast alle anderen Vorhaben, die der BfR im Interesse unseres Heimatortes und seiner Bürger sowie Gäste in Angriff genommen und verwirklicht hat. Begleiten Sie uns gedanklich durch die vergangenen 13 Jahre, wobei erste Projekte schon ab dem Jahr 2003 in Angriff genommen wurden, als der Vorgänger des BfR zur „Ortsbildentwicklung Rahnsdorf“ seine Arbeit aufnahm. 2003 war der Start für die Installation von vier Fußgängerüberwegen am S-Bahnhof Rahnsdorf und auf der Fürstenwalder Allee, die trotz zunehmendem Autoverkehr eine sichere Überquerung der Straßen ermöglichen. Da gibt es die 120 Wanderwegeschilder, die wir 2004 entwickelt, deren Standorte wir festgelegt und schließlich angebracht haben. 2004 war auch das Jahr des ersten Weihnachtlichen Marktes, der insgesamt 13 Mal gemeinsam mit dem Unternehmerclub Berlin-Südost e.V. veranstaltet wurde und von den Rahnsdorfern sowie vielen Gästen begeistert angenommen wurde. Dass er 2016 das letzte Mal stattfand, bedauern wir sehr.

Weihnachtlicher Markt 2012

Viel Spaß mit der „Venezia“

Das Jahr 2005 war der Start für die vierjährige Arbeit von etwa zwölf bis 15 MAE-Kräften, die vom BfR betreut wurden und in erster Linie die Wanderwege im Rahnsdorfer Wald pflegten und instand setzten. Zudem begannen wir damit, insgesamt inzwischen sechs Schau- und Informationskästen des BfR zu erwerben und regelmäßig zu betreuen, um so neben unserem Printmedium „Rahnsdorfer Echo“ und unserem Internetauftritt www.buerger-fuer-rahnsdorf.de eine weitere Informationsmöglichkeit nutzen zu können. Viel Arbeit und Engagement erforderte es, eine Studie der TU Dresden für eine Fußgängerbrücke zwischen dem Fischerdorf Rahnsdorf und Müggelheim zu ermöglichen. Leider ist dieses Projekt letztlich – obwohl weit fortgeschritten – gescheitert. Auch Niederlagen gehören letztlich zum bürgerschaftlichen Engagement. Ein Erfolg waren dagegen die geführten Bootstouren durch Neu Venedig mit der „Venezia“, die der BfR 2007 angeschafft hatte. Ortskundige Bootsführer ermöglichten mithilfe einer vom BfR angefertigten Dokumentation über die Geschichte des Areals und eines Flyers ihren Gästen lehrreiche Stunden auf der „Venezia“, die mit geringer Geschwindigkeit durch die kleinen Kanäle von Neu Venedig tuckerte. Weniger amüsant, sondern im Gegenteil zum Nachdenken anregend, waren zwei Gedenksteine bzw. -tafeln, die 2008 angebracht wurden. Da ging es zum einen um die Neuerrichtung der

Gedenkstätte, die ursprünglich zum 100. Jahrestages des siegreichen Endes der Befreiungskriege 1813 an der Stelle errichtet wurde, an der sich heute die Eislounge Sonnenseite befindet. Und der BfR erarbeitete und finanzierte im gleichen Jahr Gedenktafeln zur Erinnerung an die Opfer der zehn in Rahnsdorf betriebenen Zwangsarbeiterlager zwischen 1943 und 1945. Nicht vergessen werden sollte die schriftliche Befragung von 4.500 Rahnsdorfer Haushalten zu sozialen, kulturellen, verkehrstechnischen und zu Problemen der Gesundheitsversorgung. Erwähnenswert ist die hohe Rückgabe der Fragebögen von fast 13 Prozent. Auch die diversen wissenschaftlichen Vorträge zur Geschichte von Rahnsdorf sowie zu landschaftlichen und baulichen Besonderheiten stießen in den Jahren 2006 bis 2008 auf reges Interesse.

Radfahren von Rahnsdorf nach Friedrichshagen
2010 durfte der BfR die Dauerleihgabe von zwei Skulpturen der im Jahr zuvor verstorbenen Rahnsdorfer Bildhauerin Ingeborg Hunzinger in Empfang nehmen. Beide befinden sich weiterhin in Rahnsdorf.

Skulpurvon Ingeborg Hunzinger

2015 revanchierten wir uns für die jahrzehntelange Treue der Künstlerin für Rahnsdorf, in dem wir die Umbenennung der Straße nach Fichtenau in Ingeborg-Hunzinger-Straße durchsetzten. Für alle Radfahrer war das Jahr 2011 erfreulich, weil es dem BfR gelang, den Neubau eines Radweges von Rahnsdorf nach Friedrichshagen an der Straßenbahnlinie 61 entlang durchzusetzen, einschließlich der Ampelanlage an der Kreuzung Fürstenwalder Damm/Müggelseedamm. Seit 2012 wird das Andenken an den legendären Fischermeister Herrmann durch eine Gedenktafel im Alten Fischerdorf gepflegt, die vom BfR erarbeitet und finanziert wurde. Außerdem wurde in diesem Jahr die Rahnsdorfer Radl-Gruppe ins Leben gerufen, die seitdem die Gegend um Rahnsdorf herum unsicher macht, sowie die große Standuhr vor dem Geschäft von Heidt-Immobilien errichtet. Seitdem wissen die Rahnsdorfer immer, was ihnen die Stunde geschlagen hat! Nicht zu vergessen, das Hochbeet an der Gabelung von Püttbergeweg und Fürstenwalder Allee, das uns seit 2012/2013 mit seiner üppigen Blütenpracht erfreut.

Hilfe für die Kröten
2013 lag ein Großteil unseres Augenmerks ebenfalls auf dem Fischerdorf bzw. den angrenzenden Straßen. Zum einen setzten wir uns erfolgreich dafür ein, dass das Landschaftsschutzgebiet Plutoweg Ecke Schleiengang, das sich in Privatbesitz befindet, erhalten bleibt und nicht wie geplant durch 34 Bungalows und Carports entwertet wird. Außerdem konnten wir den ortstypischen Charakter des Mühlenwegs erhalten, indem wir uns erfolgreich für eine kombinierte Rad- und Autostraße einsetzten. Aktive Unterstützung für die Natur leisten Jahr für Jahr auch die Helfer, die sich im Rahmen der Krötenrettungsaktion des BUND darum kümmern, dass die liebestollen Kröten unbeschadet die Straßen zu ihren Laichplätzen überqueren können.

Krötenrettung

Um die Einwohner und Gäste Rahnsdorfs für dessen interessante Geschichte zu sensibilisieren, entwickelte und installierte der BfR 2013 historische Tafeln über die Entstehung der Ortsteile Rahnsdorf Mühle, Fischerdorf, Hessenwinkel und Wilhelmshagen. Und schließlich gewannen wir Baumpatenschaften für 32 neugepflanzte Kastanien im Grünheiderweg, die den Miniermotten standhalten.

Wir retten die Wildbienen
Ebenfalls in der Nähe des Fischerdorfes liegt ein Projekt des Jahres 2014: die Rekonstruktion und Sanierung der Jugendfreizeitstätte „Mansarde“, an der der BfR tatkräftig mitgewirkt hat. Damit der Verkehr im Püttbergeweg zwischen Springeberger Weg und Waldschützpfad nicht durch parkende Autos behindert wird, machten wir uns dafür stark, dass auf einer Seite der Straße halb auf dem Gehweg geparkt wird. Die Busfahrer werden es danken. Bedanken können sich die Gefallenen des Ersten Weltkrieges, die mit einem Denkmal oberhalb des Berghofer Wegs geehrt werden, zwar nicht mehr. Dennoch war die Restaurierung des maroden Denkmals überfällig, an der der BfR einen großen Anteil hat. Zudem hat er die Patenschaft übernommen und kümmert sich um die Pflege der Gedenkstätte.

Gedenkstätte

Auch wenn der nächste Winter noch weit entfernt scheint, lohnt eine Erinnerung daran, dass seit 2017 auf Betreiben des BfR zwischen dem S-Bahnhof Rahnsdorf und Schöneiche ein Winterdienst der BSR tätig ist, der bei Bedarf die Passierbarkeit des Alten Fischerwegs sicherstellt. 2018 schließlich setzten wir den Neubau der Brücke über den Mühlenfließ in der Brückenstraße durch und starteten unser Wildbienenprojekt. Dieses ist im Moment noch voll im Gange. Wir haben vorzugsweise mit Spendengeldern einen Mustergarten auf dem Dreieck Püttbergeweg/Fürstenwalder Allee errichtet und die Rahnsdorfer mit Flyern und Saatgut zum Mitmachen angeregt.

Es bleibt spannend!

Berlin im September 2019